Vor einer Woche ist im Gestalten Verlag ein 800 Seiten starkes Buch über Dieter Rams und seine Arbeiten erschienen.
Kleiner Hinweis an alle Wiesbadener und Würzburger Designstudenten: verantwortlich für das Buch zeigt sich unser werter Designgeschichte Professor Klaus Klemp. Gemeinsam mit dem japanischen Designkurator Keiko Ueki-Polet ist eine umfangreiche Sammlung entstanden, die wenigstens einen Blick wert sein sollte. Ganz billig ist das Buch natürlich mal wieder nicht aber für knapp 50 Euro bekommt man auch einen entsprechend dicken Wälzer über eine der größten Designikonen. Quote der Produktinfo im Shop:
In over 40 years at Braun, Dieter Rams established himself as one of the most influential designers of the 20th century. His elegantly clear visual language not only defined product design for decades, but also our fundamental understanding of what design is and what it can and should do. Elucidating the design philosophy of Dieter Rams, Less and More is the ultimate collection of images of all of Rams’s products as well as selected sketches and models. In addition to the complete visual presentation of his designs, new texts by international experts reevaluate his work in a contemporary context.
Aus 8 Teilnehmern ist Büro Uebele als Gewinner hervorgegangen. Dass der alte Adler eine kleine Auffrischung nötig hatte, bestreitet sicher keiner aber das Ergebnis ist doch mehr als unschön. Dick ist er geworden und die Brust sieht eher nach Gänsehaut als nach Federflaum aus. Auch wenn die Reduktion gerade der problemloseren Skalierbarkeit zugute kam, wirkt das Gesamtbild durch die massiven Flügelfedern nun klobiger als vorher (obwohl die Körperform grob die gleiche geblieben ist).
Büro Uebele über die Bildmarke:
die schwarze lininenzeichnung über der flächigen silbernen form zeigt die zweidimensionale form des studio laies, die nach dem dreidimensionalen relief von gies gefertigt wurde. die sehr fein ausdifferenzierte strichführung in den brustfedern und die zwei lagen des gefieders der schwingen des bestehenden adlers lassen sich beim druck nur schlecht wiedergeben. in der verkleinerung werden die binnenräume so eng, dass die klarheit der form darunter leidet. der neue adler ist einfacher gestaltet: das gefieder ist auf eine lage reduziert und die binnenlinien sind dicker gezeichnet, um den drucktechnischen und hinterleuchtenden anwendungen gerecht zu werden. die schnabelendung ist durch einen kleinen radius freundlich gezeichnet. alle teile der figur weisen ähnliche radien und formenmerkmale auf. die details beschreiben knapp aber präzise einen adler, ohne sich in einer naturalistischen erzählform zu verlieren.
er zeigt eine balance zwischen staatlicher souveränität und bürgerlicher einfachheit. er ist ein selbverständliches zeichen unserer poltischen kultur. es ist eine selbstverständliche weiterentwicklung und ein zeitgemäßes zeichen für den deutschen bundestag. für blindprägungen und kleine anwendungen – beispielsweise für visitenkarten – stellt eine veränderte zeichnung die gute wiedergabe im druck sicher. bei ihr ist die binnenzeichnung dicker und das auge vergrößert und in der lage verändert, die schnabellinie entfällt, da sie in dieser größe die gesamtform stören würde. das sympathische wappentier, das symbol des bundestags, das generationen von bundesbürgern bereits kennen, muss kommunizieren, dass der staat spricht: hoheitlich, aber nicht hoch oder von oben herab. es spricht der vertreter des volkes – und das mit der entsprechenden souveränität und seriosität. das wappentier kommuniziert, dass der deutsche bundestag nicht irgendein unternehmen ist, sondern im besten sinne staat. der bundestag ist nicht den marktwirtschaftlichen und markentypischen gesetzen verpflichtet, sondern allen bürgern, die ihn wählen. dieses verfassungsorgan darf sich mit einem staatlichen zeichen schmücken. der bundestagsadler und der bundesadler sind eindeutig deutsche und deutlich staatliche zeichen. sie haben vielfache ausformungen auf münzen und flaggen und verweisen aufeinander.
Nike stellt eine verdammt gute Frage in der aktuellen Kampagne. Die Antwort ist natürlich ein klares Nein! Harte Arbeit gehört dazu. Auch wenn es ursprünglich um Fußball ging, trifft das auf so ziemlich alles zu was man anpackt. Wie sagt ein werter Prof unserer FH immer? Bedingungsloser Einsatz! Yes Sir!
In diesem Sinne einen guten Start in die neue Woche euch allen!
Also das hab ich auch noch nicht so direkt gesehen – 2 Produkte werden über den gleichen Produktnutzen beworben, kann vorkommen sagt ihr? – aber was sagt ihr dazu wenn Brot und Klopapier gemeint sind? Mein lieber Herr Gesangsverein, bei den folgenden zwei Plakaten ist so einiges mit der gleichen Nadel gestrickt, wenn da mal nicht….. – na ihr wisst schon. Entscheidet selbst.
Fail of the day: Diese „kreative“ Anzeige von Jung von Matt wirbt mit einer Französin, die in einem Citroën von Sixt durch die Gegend gefahren werden möchte. Da kann die Gute aber lange warten – die gibt es nämlich nicht bei Sixt!
Diese kreative Waschanleitung für Autos kommt aus Holland. Als Werbung für einen Auto-Waschsalon wurden die bekannten Infozettelzechen einfach in groß an Wagen geheftet.
Werbeagentur: Houdini, Amsterdam, Niederlande
Creative Directors: Boris Peters, Wilbert Leering
Konzept: Arthur ‘T Mannetje, Peter Halma, Sophie Lever.
Art Directors / Text: Arthur ‘T Mannetje, Peter Halma